Tag 2

Habt ihr jemals, nach dem ihr euch auf dem Weg gemacht habt, schon Mal umgedreht? Ist es nicht immer so, das wen man auf dem Abenteuer seines leben ist, eine/r am Fenster wartet und hofft?

Der Reisende denkt selten, an die, die zu Hause geblieben sind. Wurde er das machen, wäre er nicht in der Lage zu reisen. Auf dem Pfad schaut man na vorne, ist mit dem Kopf über den Wolken und beachtet die Vergangenheit nicht mehr. So lange man im Bewegung ist, ist nur die Zukunft wichtig. Über die Wege und Umwege werde ich später mehr schreiben, Heute möchte ich mich umdrehen und die Gesichter im Fenstern betrachten. Durch die Augen schauen, die im Moment nur verschwommen die Welt wahr nehmen, weil Trennen die Sicht nebeln. In dem Augenblick gibt es keine Gedanken an die Zukunft, in der einen Sekunde ist nur die Vergangenheit und Schmerz präsent. Du siehst den Abenteurer immer kleiner werden, dein innere Auge malt mit intensiven Farben jedes erdenkliche Gefahr und du hoffst, das nichts von dem was in deinem Kopf vorgeht, passiert. Der Zeitpunkt, wo die Lieder trocknen, aber der Hals will sich nicht so richtig öffnen um mehr Luft einzuatmen. Und so stehst du, wie mit einem zu engen Schal und versuchst den Kopf einfach nur leer zu bekommen. Vielleicht kommt auch der Gedanke, die Stimme des Egos, das man doch nicht verlassen werden durfte, das geht nicht. Man kämpft dagegen, noch , weil bald kommt die Liebe zurück, gibt den Reisenden frei und segnet ihm mit Wohl wohlen. Nimmt man schließlich doch die Traurigkeit in sich auf, akzeptiert es und segnet es ebenfalls. Mit den Tagen wird sie zum Hoffnung und Vorfreude auf die zukünftige Treffen mutieren und im warmen Umarmung enden. Ein Bild, ein Gefühl, das man pflegt und hegt, alleine am Tisch speisend und doch nicht einsam. Um wie viel einfacher es wäre, nicht zu lieben. Nicht daran zu denken. Sich im Rauch von Pflanzen zu kuscheln, mit einem Wein zu flüstern. Und doch will das Herz was anderes, will mit.

Manche Wege muss man alleine beschreiten, manchmal ist nur ein Stuhl am Tisch. Manchmal ist es schwer das zu akzeptieren. Manchmal…

Und manchmal passieren Wunder.

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